Die vier Bereiche im Überblick
Jeder Bereich beantwortet eine andere Frage. Zusammen ergeben sie das Bild, das eine einzelne Kennzahl nicht liefern kann.
| Bereich | Was geprüft wird | Was der Befund aussagt |
|---|---|---|
| Technik | Ladezeit, Erreichbarkeit, saubere Seitenstruktur | Ob Hindernisse im Weg stehen. Behebt Probleme, bringt allein keine Plätze |
| Inhalt und Relevanz | Trifft jede Seite eine konkrete Suchabsicht? | Ob Google die Seite überhaupt als Antwort versteht |
| Autorität | Verweise anderer Websites, Klicks aus den Suchresultaten | Ob die Seite es verdient, vor der Konkurrenz zu stehen |
| KI-Sichtbarkeit | Wird die Firma in KI-Antworten genannt und zitiert? | Ob Sie dort vorkommen, wo ein Teil der Kunden heute fragt |
Google dokumentiert selbst, was davon wie stark wirkt: hilfreicher Inhalt ist der Massstab, eine Mindest-Wortzahl gibt es nicht, und strukturierte Daten helfen Maschinen beim Verstehen, sind aber kein direkter Hebel für die Platzierung (Google Search Central). Ein gutes Audit gewichtet deshalb: Technik als Grundlage, Relevanz und Autorität als Hebel.
Woran Sie ein oberflächliches Audit erkennen
Ein automatisierter Tool-Export sieht gründlich aus: eine lange Liste technischer Warnungen, farbige Balken, ein Gesamtwert. Was fehlt, ist die Gewichtung. Welche dieser Warnungen kostet Sie tatsächlich Kunden, und welche kann liegen bleiben?
Ein brauchbares Audit beantwortet drei Fragen: Wo stehen Sie heute, in Zahlen? Was kostet Sie am meisten Sichtbarkeit? Und was wird zuerst behoben? Fehlt die Reihenfolge, haben Sie eine Liste, aber keinen Plan.
Technik ist Hygiene, kein Hebel. Ein Audit, das jede technische Warnung auflistet und die Frage nach Relevanz und Autorität auslässt, prüft gründlich das Falsche. Gründlichkeit am falschen Ort ist auch eine Form von Oberflächlichkeit.
Der zweite Prüfstein ist der Anlass. In Foren liest sich der typische Schaden so:
"Seit letzter Woche ist das SEO komplett eingebrochen, ohne dass ich etwas geändert habe."
Wer erst nach dem Einbruch zum ersten Mal misst, hat keinen Vergleichswert. Ein Audit dokumentiert den Stand, bevor etwas passiert: welche Suchbegriffe heute Besucher bringen und wie stabil diese Basis ist.
Warum die KI-Sichtbarkeit dazugehört
Ein Teil der Suchanfragen endet heute in einer KI-Antwort statt in einer Liste von Links. Ob Ihre Firma in diesen Antworten vorkommt, lässt sich nicht schätzen, nur testen: echte Kundenfragen an die Systeme stellen und protokollieren, wer zitiert wird.
Die Auswertungen von Kevin Indig zeigen, woran es meistens hängt: Zitate in KI-Antworten stammen überwiegend aus dem frühen Seiteninhalt. Steht die Kernaussage erst im letzten Drittel der Seite, wird sie selten übernommen. Ein Audit muss deshalb prüfen, ob jede Seite ihre Antwort früh liefert.
Wie unbequem ein solcher Test ausfallen kann, zeigt das Audit-Beispiel an der eigenen Website: 30 von 100 Punkten, und die eigene Domain wurde in keiner erfassten KI-Antwort zitiert. Genau solche Befunde braucht ein Audit. Ein Ergebnis, das nur beruhigt, war die Messung nicht wert.
Die Prüfliste für jedes Angebot
Was ein SEO-Audit in der Schweiz kostet, hängt vom Umfang ab. Was es enthalten muss, nicht. Diese fünf Anforderungen trennen eine Diagnose von einem Datenexport:
Was Sie von jedem SEO-Audit verlangen sollten
- Konkrete Zahlen statt Adjektive: für wie viele relevante Suchbegriffe sind Sie sichtbar, für wie viele Ihre Konkurrenz?
- Alle vier Bereiche: Technik, Relevanz, Autorität, KI-Sichtbarkeit.
- Eine Gewichtung: welcher Befund den grössten Hebel hat.
- Eine offengelegte Methodik: welche Signale wie gemessen werden.
- Eine Besprechung: Befunde werden erklärt, nicht nur zugestellt.
Bleibt ein Anbieter bei einer dieser Anforderungen vage, bekommen Sie einen Export, keine Diagnose. Zwei Minuten Nachfragen im Gespräch zeigen den Unterschied.