Berater-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler

Berater-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler

Auf 550 von 1'417 erreichbaren Coach- und Berater-Startseiten in der Ostschweiz erscheint beim Teilen des Links keine Vorschau, also auf 38,8 Prozent. Gemessen wurden dafür 1'758 Web-Adressen im August 2026. Wer als Unternehmensberater Marketing betreibt, fängt damit an einer Stelle an, die er am eigenen Bildschirm nie zu sehen bekommt.

Die Kernbefunde

  • Auf 550 von 1'417 erreichbaren Startseiten erscheint beim Teilen des Links keine Vorschau, also auf 38,8 Prozent.
  • 485 Startseiten (34,2 Prozent) liefern keinen eigenen Beschreibungstext für das Google-Ergebnis mit.
  • 253 Startseiten (17,9 Prozent) hinterlegen kein Symbol für den Browser-Tab.
  • Der häufigste Befund der Branche ist ein anderer: auf 907 Startseiten (64,0 Prozent) lässt sich die Telefonnummer am Handy nicht antippen.
Eigene Messung, 1'758 Web-Adressen von Coaches und Beratern in der Ostschweiz, abgerufen im August 2026.

Gemessen hat Seonar: ein Programm rief im August 2026 jede dieser Adressen ab und prüfte fünfzehn feste Merkmale im Quelltext; wie die Messung genau lief und was sie ausdrücklich nicht zeigt, steht unten in einem eigenen Abschnitt.

Befund 1: Auf 550 von 1'417 Startseiten erscheint beim Teilen keine Vorschau

Wird eine Web-Adresse in einen Chat gestellt oder auf LinkedIn geteilt, ruft die Plattform die Seite selbst ab, bevor ein Mensch klickt. Aus ein paar markierten Zeilen im Kopf des Dokuments baut sie eine Vorschaukarte: Bild, Titel, ein Satz.

38,8 %

Startseiten ohne Teilen-Vorschau

Ein weitergeleiteter Link kommt dort ohne Bild und ohne Titel an.

Eigene Messung von Seonar, August 2026. Bezugsmenge: 1417 erreichbare Startseiten.

Das Format dahinter heisst Open Graph und ist offen dokumentiert (The Open Graph protocol). LinkedIn verlangt diese Zeilen ausdrücklich, damit eine geteilte Seite als Karte mit Bild und Beschreibung erscheint (Make your website shareable on LinkedIn).

Auf 550 der 1'417 erreichbaren Startseiten sind diese Zeilen gar nicht vorhanden. Bei einem Metallbaubetrieb wäre das eine Formsache. Bei einer Personenmarke ist die Karte die Person: Gesicht, Name, ein Satz darüber, wofür sie steht. Also genau das, was eine Empfehlung transportieren soll und was der Empfehlende im Chat gerade nicht selbst hinschreibt.

Wie schwer dieser Befund wiegt, hängt daran, wie ein Berater zu seinen Mandaten kommt. Wird ein Name über Netzwerke, Verbände und Anlässe weitergereicht, ist der Link die Fassung der Person, die dabei mitgeht.

Befund 2: 485 Startseiten überlassen Google den Satz unter dem Treffer

Unter jedem Google-Treffer steht ein kurzer Satz, der die Seite beschreibt; im Fachjargon heisst genau dieser Satz Snippet. Geschrieben hat ihn überwiegend Google selbst: Snippets entstehen automatisch aus dem Seiteninhalt, das hinterlegte Beschreibungsfeld wird nur manchmal verwendet (So werden Snippets erstellt).

Wer kein eigenes Beschreibungsfeld pflegt, bekommt also irgendeinen Satz von der eigenen Startseite zugeteilt. Bei 485 der 1'417 erreichbaren Startseiten ist kein solches Feld hinterlegt, das sind 34,2 Prozent.

Für einen Berater ist dieser Satz die zweite Fassung derselben Vorstellung. Wer den empfohlenen Namen bei Google eintippt, statt den geteilten Link anzuklicken, liest ihn, bevor er die Seite überhaupt betritt. Beide Wege führen an dieselbe Stelle, die Kontrolle darüber ist eine andere.

Befund 3: 253 Startseiten führen kein Symbol im Browser-Tab

Das dritte Feld ist das kleinste. Gemeint ist das kleine Bild oben am Reiter des Browsers. Google zeigt dieses Symbol auch in den Suchergebnissen an, die keine bezahlte Anzeige sind, damit Nutzer eine Website beim Durchsehen wiedererkennen (Favicon zur Anzeige in den Suchergebnissen festlegen).

253 der 1'417 erreichbaren Startseiten hinterlegen kein solches Symbol, das sind 17,9 Prozent.

Zum Vergleich: Der Seitentitel selbst, also die anklickbare Zeile im Google-Treffer und die Beschriftung des Browser-Reiters, ist fast überall gesetzt. Er ist nur auf 27 der 1'417 Startseiten nicht vorhanden, das sind 1,9 Prozent.

Das heisst: Was eine Seite über sich selbst mitschickt, ist in dieser Messung deutlich häufiger unbesetzt als der Titel selbst. 550, 485 und 253 stehen gegen 27.

Die vollständige Auswertung zeigt fünfzehn Befunde

Die drei Felder oben sind nicht die häufigsten Befunde dieser Messung. Es sind die drei, die sichtbar werden, bevor jemand klickt. Damit daraus keine Rangfolge wird, steht hier die komplette Auswertung der Branche, alle fünfzehn Befunde mit ihrer Bezugsmenge.

DIE SECHS HÄUFIGSTEN BEFUNDETelefonnummer nicht antippbar64 %Keine anklickbare E-Mail-Adresse49,8 %Keine Vorschau beim Teilen38,8 %Kein Beschreibungstext bei Google34,2 %Keine erkennbare Hauptüberschrift29,8 %Kein Inhaltsverzeichnis für Google25,9 %Basis: 1417 erreichbare Startseiten von 1758 geprüften Web-Adressen
Auswahl nach Häufigkeit: die 6 häufigsten der 15 gemessenen Merkmale. Alle 15 stehen in der Tabelle darunter. Eigene Messung von Seonar, August 2026.
BefundAnzahlBezugsmengeQuote
Telefonnummer lässt sich am Handy nicht antippen9071'417 erreichbare Startseiten64,0 %
Keine anklickbare E-Mail-Adresse7051'417 erreichbare Startseiten49,8 %
Beim Teilen erscheint keine Vorschau5501'417 erreichbare Startseiten38,8 %
Kein eigener Beschreibungstext im Google-Ergebnis4851'417 erreichbare Startseiten34,2 %
Keine erkennbare Hauptüberschrift auf der Seite4221'417 erreichbare Startseiten29,8 %
Kein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen3671'417 erreichbare Startseiten25,9 %
Kein Symbol im Browser-Tab2531'417 erreichbare Startseiten17,9 %
Nicht für Mobilgeräte gebaut1291'417 erreichbare Startseiten9,1 %
Tote Links in der Navigation1031'417 erreichbare Startseiten7,3 %
Die Web-Adresse antwortet gar nicht mehr1021'758 geprüfte Adressen5,8 %
Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite751'417 erreichbare Startseiten5,3 %
Kein funktionierendes Sicherheitszertifikat631'758 geprüfte Adressen3,6 %
Die Startseite liefert einen Fehler361'758 geprüfte Adressen2,0 %
Kein Seitentitel271'417 erreichbare Startseiten1,9 %
Die Startseite ist für Google gesperrt61'417 erreichbare Startseiten0,4 %

Das heisst: Die beiden häufigsten Befunde der Branche haben mit dem geteilten Link nichts zu tun. Sie betreffen den Kontakt, nämlich die nicht antippbare Telefonnummer und die nicht anklickbare E-Mail-Adresse. Dieser Text nimmt einen anderen Schnitt, und dass er ihn nimmt, steht offen da.

Zwei Zeilen der Tabelle brauchen eine Erklärung in Klartext. Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite heisst, dass einzelne Bilder oder Skripte unverschlüsselt nachgeladen werden, obwohl die Seite selbst verschlüsselt ausgeliefert wird; manche Browser blockieren sie dann oder warnen davor. Für Google gesperrt heisst, dass im Quelltext eine Anweisung steht, die Suchmaschinen bittet, die Seite nicht in den Index aufzunehmen.

Wie Coaches und Berater im Vergleich zu den anderen zehn Branchen dastehen

Dieselbe Messung deckt elf Branchen ab: 24'328 abgerufene Adressen, 20'096 erreichbare Startseiten. Die rechte Spalte sagt, auf welchem Platz Coaches und Berater beim jeweiligen Befund unter den elf Branchen steht: Platz 1 heisst am häufigsten betroffen, Platz 11 am seltensten.

BefundCoaches & BeraterAm stärksten betroffen
Telefonnummer nicht antippbar64,0 %Platz 2 von 11
Keine anklickbare E-Mail-Adresse49,8 %Platz 3 von 11
Keine Vorschau beim Teilen38,8 %Platz 4 von 11
Kein Beschreibungstext bei Google34,2 %Platz 4 von 11
Keine erkennbare Hauptüberschrift29,8 %Platz 6 von 11
Kein Inhaltsverzeichnis für Google25,9 %Platz 4 von 11

Das heisst: Bei der Vorschau liegen Coaches und Berater mit 38,8 Prozent auf Rang vier von elf. Das ist über dem Schnitt der Gesamt-Messung von 36,3 Prozent, aber deutlich unter Treuhand und Recht mit 43,4 Prozent. Als Branchen-Sonderfall taugt der Befund nicht.

Wo die Branche wirklich heraussticht, ist ein anderer Wert. Die nicht antippbare Telefonnummer liegt bei 64,0 Prozent und damit auf Rang zwei von elf; nur Fitness liegt mit 67,4 Prozent darüber. Über alle elf Branchen reicht dieser Befund von 29,8 bis 67,4 Prozent. Bei einer Branche, deren Geschäft am ersten Gespräch hängt, ist das die grössere Zahl, auch wenn sie nicht das Thema dieses Textes ist.

Bei den übrigen fünf gemessenen Befunden liegen Coaches und Berater zwischen Rang drei und Rang sechs von elf. An der Spitze steht die Branche bei keinem davon.

Diese Messung gehört zu einer Reihe über elf Branchen der Ostschweiz. Den Blick über alle Branchen zusammen gibt KMU-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler. Am anderen Ende des Feldes stehen Fitnessstudio-Websites Ostschweiz und Umzugsfirmen-Websites Ostschweiz.

So prüfen Sie Ihre eigene Website in vier Schritten

38,8 Prozent der erreichbaren Coach- und Berater-Startseiten in der Ostschweiz liefern beim Teilen des Links keine Vorschau, 550 von 1'417: das ist die Zahl dieser Messung. Über einen einzelnen Betrieb sagt sie nichts. Die Gegenprobe dauert eine Minute und läuft am eigenen Handy, nicht am Rechner im Büro.

  1. Die eigene Adresse an sich selbst schicken, per WhatsApp oder in einer Mail. Kommt eine Karte mit Bild, Titel und einem Satz an, oder eine nackte Adresse?
  2. Denselben Link in ein LinkedIn-Beitragsfeld einfügen, ohne zu veröffentlichen. Baut LinkedIn eine Karte, und steht darauf, wofür Sie stehen?
  3. Den eigenen Namen bei Google eintippen und den Satz unter dem blauen Titel lesen. Ist das ein Satz, den Sie so hingeschrieben hätten?
  4. Im selben Treffer und im Reiter des Browsers auf das kleine Bild neben dem Titel schauen. Steht dort Ihr Zeichen oder ein leerer Platzhalter?

Kommt bei Schritt 1 oder 2 keine Karte an, sind die Open-Graph-Zeilen im Kopf der Startseite nicht gesetzt. Das ist eine einmalige Eintragung, Bild, Titel und ein Satz, und sie gilt danach für jeden Link, den jemand von der Seite weiterschickt.

Fällt Schritt 3 durch, ist kein eigenes Beschreibungsfeld hinterlegt; auch das wird einmal geschrieben und liegt danach als Vorschlag bereit. Fällt Schritt 4 durch, fehlt die Bilddatei für das Symbol. Was eine vollständige Prüfung darüber hinaus abdeckt, steht in Was gehört in ein SEO-Audit? Die vier Bereiche. Was ein solcher Durchgang in der Schweiz kostet, in Was kostet ein SEO-Audit in der Schweiz?. Wer vorher am Grundsätzlichen zweifelt, findet die Frage in Brauche ich als Berater SEO? behandelt.

Wann das kein Problem ist

Drei Fälle, in denen die 38,8 Prozent über ein Beratungsgeschäft nichts aussagen.

Der erste: Wer ausschliesslich über feste Rahmenverträge, über ein Partnernetz oder über eine Handvoll Grosskunden arbeitet. Solche Mandate laufen nie über einen Link in einem Chat. Für diese Betriebe ist der Befund eine Formsache.

Der zweite: Wer die eigene Vorstellung bewusst auf eine andere Adresse gelegt hat, etwa auf ein gepflegtes LinkedIn-Profil oder einen Verbandseintrag mit Bild und Beschreibung. Wird der Name dort weitergereicht, trägt dieses Profil die Karte, und die eigene Website kommt im Moment der Empfehlung gar nicht vor.

Der dritte: Wer sein Geschäft über Vortrag, Lehrauftrag oder Buch macht und die Website nur als Kontaktseite führt. Dann ist die Startseite kein Auftritt, sondern eine Adresse, und eine Adresse braucht keine Vorschaukarte.

Wie gross diese drei Gruppen unter den 1'417 Betrieben sind, hat die Messung nicht erhoben. Sie zählt Zeilen im Quelltext, keine Geschäftsmodelle. Wer sie zur Minderheit erklärt, rät.

Umgekehrt gilt: Wer von Weiterempfehlungen zufriedener Klienten lebt und von Namen, die in Gruppen und Netzwerken weitergereicht werden, verliert genau an dieser Stelle einen Teil der eigenen Vorstellung.

Marketing für Unternehmensberater: was diese Messung zeigt und was nicht

Geprüft wurden im August 2026 24'328 Schweizer Firmen-Websites, verteilt über elf Branchen. 1'758 dieser Web-Adressen sind für Coaches, Berater und Beratungsbetriebe in der Ostschweiz hinterlegt, 1'417 davon lieferten eine erreichbare Startseite. Abgerufen wurden je Adresse die Startseite, bis zu 15 interne Navigations-Links und die beiden Dateien, die Suchmaschinen den Weg durch die Unterseiten weisen. Ein Befund zählt je Betrieb einmal. Der Ablauf ist rein maschinell, ohne Sprachmodell: ein Programm prüft, ob bestimmte Zeilen im Quelltext stehen; kein Mensch hat eine dieser Seiten beurteilt.

341 Adressen liessen sich nicht auswerten: 140 sperrten den automatischen Zugriff aus, 102 antworteten gar nicht mehr, 63 hatten kein funktionierendes Sicherheitszertifikat, 36 lieferten einen Fehler. Alle Inhalts-Befunde beziehen sich auf die 1'417 erreichbaren Startseiten.

Die Adressliste stammt aus Google-Unternehmensprofilen der Ostschweiz; Seonar sitzt in St. Gallen und hat die eigene Region gemessen. Das ist keine Zufallsauswahl aus der Branche: Wer dort keinen Eintrag führt oder im Profil keine Web-Adresse hinterlegt hat, kommt in diesen 1'758 Adressen nicht vor. In welche Richtung das verschiebt, ist offen. Ein Vergleich Ostschweiz gegen den Rest der Schweiz steckt in diesen Daten ebenfalls nicht drin: zehn der elf Branchen sind regional geschnitten, eine nicht.

Was die Messung zeigtWas sie nicht zeigt
Ob die Zeilen für die Vorschaukarte gesetzt sindWie schnell eine Seite lädt
Ob ein eigener Beschreibungstext hinterlegt istAuf welchem Platz sie bei Google steht
Ob ein Symbol für den Browser-Tab hinterlegt istOb andere Websites auf den Betrieb verweisen
Ob ein Seitentitel gesetzt istWie gut die Texte sind
Wie verbreitet ein Befund istUnterseiten jenseits der Navigation
Den Stand von August 2026Welches Geschäftsmodell dahintersteht

Jede Zahl hier ist eine Quote fehlender Felder im Quelltext, keine Quote entgangener Mandate. Zur Offenlegung: Seonar verkauft SEO-Audits an genau die Art von Betrieb, deren Websites hier gemessen wurden. Erhoben und ausgewertet hat diese Reihe Esteban Martin, St. Gallen, für Seonar (Über Seonar).

Wo Ihre Seite in diesen drei Momenten steht, zeigt eine Messung schwarz auf weiss.

Website prüfen lassen

Von Google gefunden. Von KI zitiert.

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