Zahnarzt-Websites Schweiz: die häufigsten Fehler

Zahnarzt-Websites Schweiz: die häufigsten Fehler

Auf 972 von 2443 erreichbaren Startseiten von Praxen und Kliniken der Elektiv-Medizin in der Schweiz steht weder eine anklickbare E-Mail-Adresse noch ein Formular, das sich im Seiten-Code als Kontaktformular zu erkennen gibt: 39,8 Prozent. Wer «SEO Zahnarzt» sucht, findet meist Ratschläge zur Platzierung in der Suche. Diese Messung setzt eine Stufe davor an, auf der eigenen Startseite. Erhoben hat Seonar sie im August 2026 an 2832 Web-Adressen von Praxen und Kliniken, von St. Gallen bis Genf.

Die Kernbefunde

  • Auf 972 von 2443 erreichbaren Startseiten von Praxen und Kliniken der Elektiv-Medizin in der Schweiz steht keine anklickbare E-Mail-Adresse und kein erkennbares Kontaktformular. Das sind 39,8 Prozent.
  • Auf 815 dieser Startseiten (33,4 Prozent) ist die Telefonnummer nicht als Telefon-Link hinterlegt, sie lässt sich am Handy also nicht antippen.
  • Auf 717 (29,3 Prozent) fehlen die Zeilen im Quelltext, aus denen eine Vorschau entsteht, wenn jemand den Link der Praxis weiterschickt.
  • Über alle elf gemessenen Branchen fehlt die anklickbare E-Mail-Adresse auf 44,3 Prozent von 20'096 erreichbaren Startseiten. Nur zwei der elf Branchen stehen bei diesem Befund besser da als die Elektiv-Medizin.
Eigene Messung, 2832 Web-Adressen von Praxen und Kliniken der Elektiv-Medizin in der Schweiz, davon 2443 mit erreichbarer Startseite, August 2026.

Gemessen hat ein Programm und kein Mensch: Es rief im August 2026 jede dieser Adressen ab und prüfte 15 feste Merkmale im Quelltext der Startseite; wie das genau lief und wo die Grenzen dieser Messung liegen, steht unten in einem eigenen Abschnitt.

Befund 1: Auf 972 von 2443 Startseiten fehlt der schriftliche Kontaktweg

Die Zahl: Auf 39,8 Prozent der erreichbaren Startseiten fand die Messung weder eine anklickbare E-Mail-Adresse noch ein Formular, das sich im Seiten-Code als Kontaktformular zu erkennen gibt.

39,8 %

Startseiten ohne E-Mail-Klick

Der schriftliche Kontaktweg fehlt dort als anklickbare Adresse.

Eigene Messung von Seonar, August 2026. Bezugsmenge: 2443 erreichbare Startseiten.

Anklickbar heisst hier: Die Adresse ist im Quelltext als Verweis hinterlegt, der das Mailprogramm des Besuchers ansprechen soll, und steht nicht bloss als Text da.

Was die Zahl bedeutet: Wer abends auf dem Sofa Praxis-Seiten nebeneinander offen hat und wissen will, was eine Zahnkorrektur ungefähr kostet, findet auf diesen 972 Startseiten keinen Weg, diese Frage von dort aus zu schreiben.

Dazu kommt ein zweiter Grund, und er gilt so nur in der Schweiz. Das Medizinalberufegesetz verpflichtet alle, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, auf Werbung, «die objektiv ist, dem öffentlichen Bedürfnis entspricht und weder irreführend noch aufdringlich ist» (Medizinalberufegesetz, Artikel 40). Der laute Kanal ist damit rechtlich eingeschränkt. Was vom Zahnarzt-Marketing übrig bleibt, ist die eigene Seite als der sachliche Ort, an dem eine Praxis sich selbst erklären darf.

Befund 2: Auf 815 Startseiten ist die Telefonnummer nicht antippbar

Die Zahl: Auf 33,4 Prozent der erreichbaren Startseiten steht die Telefonnummer nur als Zeichenfolge da, ohne hinterlegten Telefon-Link.

Was das heisst, ohne Fachwort: Eine Telefonnummer kann auf zwei Arten auf einer Seite stehen. Entweder als blosse Zeichenfolge, dann ist sie für das Gerät Text wie jeder andere. Oder sie ist zusätzlich als Telefon-Link hinterlegt, eine kurze Anweisung im Quelltext, die dem Handy sagt: Das hier ist eine Nummer, die man wählen kann. Auf dem Bildschirm sieht beides gleich aus, im Quelltext nicht.

Am Schreibtisch fällt er deshalb nicht auf. Sichtbar wird er erst auf dem Gerät, auf dem eine Praxis-Startseite gesucht wird.

Befund 3: Auf 717 Startseiten fehlt die Teilen-Vorschau

Die Zahl: Auf 29,3 Prozent der erreichbaren Startseiten ist keine Teilen-Vorschau hinterlegt, also keine Vorschau-Karte für den Fall, dass jemand den Link weiterschickt. Über alle elf gemessenen Branchen sind es 36,3 Prozent, die Elektiv-Medizin liegt bei diesem Befund darunter.

Was eine Teilen-Vorschau ist: Wenn jemand die Adresse einer Website in einen Chat oder in eine Mail einfügt, kann die empfangende App daraus eine kleine Karte mit Bild, Name und einem Satz bauen. Das Material dafür steht nicht auf der sichtbaren Seite, sondern in ein paar Zeilen im Quelltext.

Was der Befund bedeutet: Bei diesen 717 Startseiten fehlt dieses Material, wenn der Link die Praxis verlässt, an den Partner, in eine Gruppe, in eine Mail an die Familie.

Die vollständige Auswertung zeigt alle 15 Befunde

Die drei Befunde oben sind die drei häufigsten, keine Rangfolge nach Wichtigkeit. Hier steht jeder erhobene Befund, auch die seltenen.

DIE SECHS HÄUFIGSTEN BEFUNDEKeine anklickbare E-Mail-Adresse39,8 %Telefonnummer nicht antippbar33,4 %Keine Vorschau beim Teilen29,3 %Kein Beschreibungstext bei Google26,9 %Keine erkennbare Hauptüberschrift24,2 %Kein Inhaltsverzeichnis für Google21,2 %Basis: 2443 erreichbare Startseiten von 2832 geprüften Web-Adressen
Auswahl nach Häufigkeit: die 6 häufigsten der 15 gemessenen Merkmale. Alle 15 stehen in der Tabelle darunter. Eigene Messung von Seonar, August 2026.
BefundAnzahlBezugsmengeQuote
Keine anklickbare E-Mail-Adresse972erreichbar (2443)39,8 %
Telefonnummer lässt sich am Handy nicht antippen815erreichbar (2443)33,4 %
Beim Teilen erscheint keine Vorschau717erreichbar (2443)29,3 %
Kein eigener Beschreibungstext im Google-Ergebnis657erreichbar (2443)26,9 %
Keine erkennbare Hauptüberschrift592erreichbar (2443)24,2 %
Kein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen519erreichbar (2443)21,2 %
Kein Symbol im Browser-Tab332erreichbar (2443)13,6 %
Tote Links in der Navigation196erreichbar (2443)8,0 %
Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite149erreichbar (2443)6,1 %
Nicht für Mobilgeräte gebaut94erreichbar (2443)3,8 %
Kein Seitentitel25erreichbar (2443)1,0 %
Die Startseite ist für Google gesperrt9erreichbar (2443)0,4 %
Die Domain antwortet gar nicht mehr105gesamt (2832)3,7 %
Kein funktionierendes Sicherheitszertifikat57gesamt (2832)2,0 %
Die Startseite liefert einen Fehler34gesamt (2832)1,2 %

Die schweren Fälle sind selten: Neun Startseiten sind für Google gesperrt, 34 liefern einen Fehler, 105 Adressen antworten gar nicht mehr. Häufig sind die leisen Befunde ganz oben.

Zwei Zeilen brauchen eine Übersetzung. «Tote Links in der Navigation» heisst: Ein Eintrag im Menü führt auf eine Seite, die es nicht mehr gibt; auf 196 Startseiten war mindestens einer der bis zu 15 geprüften Navigations-Links ein solcher. «Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite» heisst: Die Seite wird verschlüsselt ausgeliefert, lädt aber einzelne Bestandteile über den unverschlüsselten Weg nach, ein Bild, eine Schrift, ein Skript; auf 149 Startseiten war das so.

Wie die Elektiv-Medizin im Vergleich zu den anderen zehn Branchen dasteht

Dieselbe Messung, elf Branchen nebeneinander, gleiches Werkzeug, gleicher Zeitraum. Die Vergleichszahlen stammen aus der Gesamtauswertung über alle elf Branchen.

Über alle elf Branchen hinweg fehlt die anklickbare E-Mail-Adresse auf 44,3 Prozent von 20'096 erreichbaren Startseiten, die antippbare Telefonnummer auf 49,0 Prozent. Die Elektiv-Medizin liegt bei beiden Befunden darunter, bei der Telefonnummer mit dem grössten Abstand.

Sechs der fünfzehn Befunde stellt die Gesamtauswertung nebeneinander. Es sind die sechs, die in jeder der elf Auswertungen dieselbe Spalte haben, nicht die sechs schwersten. Die rechte Spalte sagt, auf welchem Platz die Elektiv-Medizin steht: Platz 1 heisst am häufigsten betroffen, Platz 11 am seltensten.

BefundElektiv-MedizinAm stärksten betroffen
Telefonnummer nicht antippbar33,4 %Platz 10 von 11
Keine anklickbare E-Mail-Adresse39,8 %Platz 9 von 11
Keine Vorschau beim Teilen29,3 %Platz 9 von 11
Kein Beschreibungstext bei Google26,9 %Platz 10 von 11
Keine erkennbare Hauptüberschrift24,2 %Platz 10 von 11
Kein Inhaltsverzeichnis für Google21,2 %Platz 8 von 11

Das heisst: Über alle elf Branchen schwankt der fehlende E-Mail-Kontakt zwischen 34,2 und 53,0 Prozent, die nicht antippbare Telefonnummer zwischen 29,8 und 67,4. Bei den vier übrigen Befunden ist die Spannweite ähnlich breit: Teilen-Vorschau 25,6 bis 43,4, Beschreibungstext 24,7 bis 38,1, Hauptüberschrift 21,9 bis 33,5, Inhaltsverzeichnis 19,3 bis 31,2.

Diese Messung gehört zu einer Reihe über elf Branchen der Ostschweiz. Den Blick über alle Branchen zusammen gibt KMU-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler. Am anderen Ende des Feldes stehen Fitnessstudio-Websites Ostschweiz und Umzugsfirmen-Websites Ostschweiz.

So prüfen Sie Ihre eigene Website in vier Schritten

972 von 2443 erreichbaren Startseiten, 39,8 Prozent: das ist die Zahl dieser Messung. Über eine einzelne Praxis sagt sie nichts. Die Gegenprobe dauert zwei Minuten und gehört auf das Gerät, auf dem eine Praxis gesucht wird, nicht auf den Rechner am Empfang.

  1. Die eigene Startseite am Handy öffnen, im Mobilfunknetz statt im Praxis-WLAN.
  2. Auf die Telefonnummer tippen. Startet der Anruf, oder passiert nichts?
  3. Auf der Startseite nach einem Weg suchen, um zu schreiben, ohne ins Menü zu gehen: eine anklickbare E-Mail-Adresse oder ein Formular, das sich von dort aus abschicken lässt.
  4. Den Link an sich selbst schicken, per Mail oder Chat. Erscheint eine Karte mit Bild, Name und einem Satz, oder kommt eine nackte Adresse an?

Passiert bei Schritt 2 nichts, fehlt der Telefon-Link. Findet sich bei Schritt 3 auf der Startseite nichts, steht die Praxis in derselben Reihe wie die 972 aus dieser Messung. Beides ist eine Auszeichnung im Quelltext und keine Baustelle: Die Nummer wird als Telefon-Link hinterlegt, die Adresse als Mail-Verweis. Wie aufwendig das ist, hängt vom Redaktionssystem ab.

Fällt Schritt 4 durch, fehlen die Zeilen im Quelltext, aus denen die Vorschau entsteht. Auch die werden einmal hinterlegt und gelten danach für jeden weitergeschickten Link. Was eine vollständige Prüfung darüber hinaus abdeckt, steht in Was gehört in ein SEO-Audit? Die vier Bereiche. Was eine solche Prüfung in der Schweiz kostet, in Was kostet ein SEO-Audit in der Schweiz?.

Wann das kein Problem ist

Drei Fälle, in denen die 39,8 Prozent für eine einzelne Praxis wenig bedeuten.

Wer seine Fälle zugewiesen bekommt. Kommt ein Patient mit einem Namen im Kopf, weil ihn die Zahnärztin, der Optiker oder der Hausarzt geschickt hat, dann beginnt der Kontakt nicht auf der Startseite.

Wer die Kontaktseite einen Klick weiter führt. Gemessen wurde die Startseite. Eine Praxis, die im Menü «Kontakt» führt und Adresse und Formular dort hält, taucht in den 972 trotzdem auf, obwohl der Weg existiert. Diese Praxen stecken mit drin, und die Quote fällt dadurch höher aus als der reale Schaden. Das ist der stärkste ehrliche Einwand gegen diese Zahl.

Wer weiss, wo seine Anfragen herkommen. Wenn Telefon und Google-Eintrag den Zulauf tragen und das nachgezählt ist, kann eine Praxis die Zahl gelassen abhaken. Die vier Schritte weiter oben sind die Gegenprobe dazu.

Was aus diesen Zahlen folgt

Auf 972 von 2443 erreichbaren Startseiten der Elektiv-Medizin in der Schweiz fehlt der schriftliche Kontaktweg, auf 815 der Telefon-Link, auf 717 das Material für die Teilen-Vorschau. Die Zahnmedizin steckt in diesen Zahlen drin, getrennt ausgewertet ist sie nicht. Das ist keine Frage des Budgets und keine Frage der Platzierung bei Google, sondern eine Frage von ein paar Zeilen im Quelltext, die man am eigenen Bildschirm nicht vermisst, weil dort nichts fehlt, was man sehen kann.

SEO für Zahnärzte: was diese Messung zeigt und was nicht

Die Messung gehört zu einer Reihe über elf Branchen: 24'328 Schweizer Firmen-Websites, 20'096 davon mit auswertbarer Startseite. Die Elektiv-Medizin ist eine dieser elf, also Anbieter planbarer, meist selbst bezahlter Eingriffe: ästhetische Zahnmedizin, Kieferorthopädie, Implantologie, Dermatologie, plastische Chirurgie und Augenheilkunde. Eine eigene Quote nur für die Zahnmedizin liegt aus dieser Messung nicht vor und wird hier auch nicht geschätzt.

Gemessen wurde im August 2026 rein maschinell und ohne Sprachmodell: je Betrieb die Startseite, bis zu 15 interne Navigations-Links sowie robots.txt und sitemap.xml; ein Befund zählt je Website einmal. Googles Checkliste für hilfreiche Inhalte verlangt die Offenlegung, wo Automatisierung im Spiel war (Creating helpful, reliable, people-first content); hier war sie es vollständig. Nicht gemessen wurden Ladezeit, Verweise von anderen Websites, die Qualität der Texte und Platzierungen bei Google, für die Google drei andere Faktoren nennt: Relevanz, Entfernung, Bekanntheit (Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern).

Die Grundgesamtheit stammt aus Google-Unternehmensprofilen, ist also kein Zufalls-Sample: Wer dort keinen Eintrag hat, fehlt. Von den 2832 Adressen dieser Branche lieferten 389 keine auswertbare Startseite, es bleiben 2443: 192 sperren automatische Zugriffe aus, 105 antworten nicht mehr, 57 haben kein Sicherheitszertifikat, 34 liefern einen Fehler, eine blieb unklar. Anders als die zehn übrigen Branchen wurde die Elektiv-Medizin schweizweit abgerufen.

Was die Messung zeigtWas sie nicht zeigt
Ob ein schriftlicher Kontaktweg auf der Startseite stehtOb deswegen eine Anfrage ausblieb
Ob die Telefonnummer als Telefon-Link ausgezeichnet istWie ein Gerät darauf reagiert
Ob die Zeilen für die Teilen-Vorschau im Quelltext stehenWie oft der Link weitergeschickt wird
Wie verbreitet ein Befund in dieser Branche istAuf welchem Platz eine Praxis bei Google steht
Den Stand von August 2026Den Zustand der 192 gesperrten Startseiten

Jede Zahl hier ist eine Quote fehlender Kontaktwege auf Startseiten, keine Quote verlorener Patienten; den Schritt vom einen zum anderen rechnet Seonar nicht hoch. Zur Offenlegung gehört das Geschäft dahinter: Seonar verkauft SEO-Audits und hat ein Interesse daran, dass Praxen ihre Website prüfen lassen. Erhoben und ausgewertet hat diese Messung Esteban Martin, St. Gallen; wie Seonar misst, steht in der Methodik von Seonar.

Wo die eigene Praxis-Startseite in diesem ersten Moment steht, zeigt eine Vorschau mit echten Befunden.

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Von Google gefunden. Von KI zitiert.

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