Treuhänder-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler

Treuhänder-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler

Auf 737 von 1'699 erreichbaren Startseiten aus Treuhand und Recht in der Ostschweiz erscheint beim Teilen eines Links keine Vorschau: 43,4 Prozent, häufiger als in jeder der zehn anderen Branchen derselben Messung. Wer nach SEO für Anwalt oder Treuhänder sucht, denkt dabei an die Platzierung bei Google. Gemessen wurde hier eine Stufe davor: was auf der Startseite steht, bevor jemand sie öffnet.

Die Kernbefunde

  • 1'998 Web-Adressen von Treuhand- und Rechtsdienstleistern in der Ostschweiz wurden abgerufen, 1'699 lieferten eine erreichbare Startseite.
  • 737 dieser 1'699 Startseiten geben nichts mit, woraus ein Messenger eine Vorschau bauen kann: 43,4 Prozent, der höchste Wert aller elf gemessenen Branchen.
  • 643 Startseiten liefern keinen eigenen Beschreibungstext für das Google-Ergebnis: 37,9 Prozent.
  • Der häufigste Befund ist die am Handy nicht antippbare Telefonnummer: 965 von 1'699, also 56,8 Prozent.
Eigene Messung, Treuhand und Recht Ostschweiz, August 2026. Alle 15 Befunde stehen weiter unten.

Gemessen hat Seonar, ein Programm hat im August 2026 jede Adresse abgerufen und fünfzehn feste Merkmale geprüft. Wie die Messung genau lief und was sie ausdrücklich nicht zeigt, steht unten in einem eigenen Abschnitt.

Befund 1: Auf 737 von 1'699 Startseiten erscheint beim Teilen keine Vorschau

Schickt jemand einen Link in einen Chat, in eine Mail oder in ein Netzwerk, baut das Programm daraus eine Karte: ein Bild, der Name des Büros, ein Satz. Die Angaben dafür stehen im Kopf der Seite, für den Besucher der Website unsichtbar (Open Graph protocol). Auf 737 der 1'699 erreichbaren Startseiten stehen sie dort nicht: 43,4 Prozent.

43,4 %

Startseiten ohne Teilen-Vorschau

Ein weitergeleiteter Link kommt dort ohne Bild und ohne Titel an.

Eigene Messung von Seonar, August 2026. Bezugsmenge: 1699 erreichbare Startseiten.

Ein Treuhandmandat beginnt selten mit einer Suchanfrage, sondern mit einem Namen aus dem Bekanntenkreis, und dieser Name wandert heute als Link. Genau dort sitzt der Befund: Auf 43,4 Prozent der erreichbaren Startseiten dieser Branche hat niemand hinterlegt, woraus sich die Karte bauen liesse.

Befund 2: Auf 643 Startseiten schreibt Google den Satz unter dem Titel selbst

In der Trefferliste liest man pro Eintrag zwei Dinge: den blauen Titel und die zwei Zeilen darunter. Diese zwei Zeilen kann eine Seite selbst mitgeben. Auf 643 der 1'699 erreichbaren Startseiten tut sie das nicht: 37,9 Prozent.

Der Befund ist nicht, dass die Zeile leer bleibt. Google bildet den Text in erster Linie aus dem Inhalt der Seite und greift auf die hinterlegte Beschreibung zurück, wenn sie die Seite besser beschreibt (Snippets in Suchergebnissen verwalten). Der Befund ist, dass der Satz dann von einer Maschine stammt, die den passendsten Absatz sucht, und nicht vom Büro, das sich damit vorstellt.

Wer SEO für Anwalt oder Steuerberater plant, denkt zuerst an die Platzierung. Diese zwei Zeilen entscheiden über etwas anderes: was jemand liest, wenn die Platzierung schon da ist. Steht auf der Startseite zuoberst ein Begrüssungssatz, ist genau er ein Kandidat für die Trefferliste. Zitiert wurde dann korrekt, vorgestellt hat sich niemand.

In der Schweiz beginnt die Suche oft in einem Verbands-Verzeichnis. Wer über Mitglied und Treuhandpartner finden bei Treuhand Suisse sucht, bekommt Einträge nach demselben Muster: Name, Ort, Kontakt. Was ein Büro von den Nachbareinträgen unterscheidet, ist die verlinkte Website und deren erster Satz.

Befund 3: Auf 965 von 1'699 Startseiten lässt sich die Telefonnummer am Handy nicht antippen

Das sind 56,8 Prozent, der häufigste Befund der ganzen Erhebung, und er steht in keiner der beiden Überschriften oben. Antippbar heisst: Berühren startet den Anruf, statt die Nummer abzuschreiben.

Im Handwerk wäre derselbe Befund der teure. Wer mit einem Wasserschaden einen Handwerker sucht, will die Nummer antippen, sobald er sie sieht, und die Suche endet im Anruf. Bei einem Treuhandmandat gibt es diesen zweiten Schritt so nicht: Wer wechselt, sammelt erst Namen und schreibt am nächsten Morgen.

Deshalb steht er hier an dritter Stelle. Die Tabelle unten ordnet nach Häufigkeit, nicht nach Dringlichkeit: Wer sie von oben nach unten abarbeitet, beginnt in dieser Branche an der falschen Stelle.

Die vollständige Auswertung zeigt fünfzehn Befunde, nicht drei

Die drei Abschnitte oben sind eine Auswahl, und eine Auswahl ist eine Deutung. Hier stehen alle fünfzehn Befunde nebeneinander, ungewichtet, nach Häufigkeit geordnet.

DIE SECHS HÄUFIGSTEN BEFUNDETelefonnummer nicht antippbar56,8 %Keine anklickbare E-Mail-Adresse45,9 %Keine Vorschau beim Teilen43,4 %Kein Beschreibungstext bei Google37,8 %Keine erkennbare Hauptüberschrift33,1 %Kein Inhaltsverzeichnis für Google31,1 %Basis: 1699 erreichbare Startseiten von 1998 geprüften Web-Adressen
Auswahl nach Häufigkeit: die 6 häufigsten der 15 gemessenen Merkmale. Alle 15 stehen in der Tabelle darunter. Eigene Messung von Seonar, August 2026.
BefundAnzahlBezugsmengeQuote
Telefonnummer lässt sich am Handy nicht antippen9651'699 erreichbar56,8 %
Keine anklickbare E-Mail-Adresse7791'699 erreichbar45,9 %
Beim Teilen erscheint keine Vorschau7371'699 erreichbar43,4 %
Kein eigener Beschreibungstext im Google-Ergebnis6431'699 erreichbar37,9 %
Keine erkennbare Hauptüberschrift5631'699 erreichbar33,0 %
Kein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen5291'699 erreichbar31,2 %
Kein Symbol im Browser-Tab3501'699 erreichbar20,5 %
Nicht für Mobilgeräte gebaut1671'699 erreichbar9,8 %
Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite971'699 erreichbar5,7 %
Tote Links in der Navigation961'699 erreichbar5,6 %
Kein funktionierendes Sicherheitszertifikat921'998 geprüft4,6 %
Die Domain antwortet gar nicht mehr671'998 geprüft3,4 %
Kein Seitentitel361'699 erreichbar2,1 %
Die Startseite liefert einen Fehler221'998 geprüft1,1 %
Die Startseite ist für Google gesperrt81'699 erreichbar0,5 %

Vier Zeilen brauchen eine Übersetzung. Die Hauptüberschrift ist die eine Zeile, die eine Seite im ausgelieferten HTML als ihre oberste auszeichnet. Das Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen ist eine Datei, in der eine Website ihre Unterseiten auflistet, damit eine Suchmaschine sie nicht einzeln zusammensuchen muss. Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite heisst: Die Seite selbst ist verschlüsselt, einzelne Bilder oder Skripte darauf werden aber ungesichert nachgeladen. Für Google gesperrt ist eine Anweisung im Seitenkopf, die Suchmaschinen bittet, die Seite nicht aufzunehmen.

Die Spalte Bezugsmenge sagt, worauf sich eine Quote bezieht: Wer Quoten aus beiden Mengen addiert, rechnet falsch.

Wie Treuhand und Recht im Vergleich zu den anderen zehn Branchen dasteht

Dieselbe Messung lief über elf Branchen. Das erlaubt einen ehrlichen Schnitt: Branche gegen Branche, im selben Zeitraum, mit demselben Werkzeug. Die rechte Spalte sagt, auf welchem Platz Treuhand und Recht beim jeweiligen Befund unter den elf Branchen steht: Platz 1 heisst am häufigsten betroffen, Platz 11 am seltensten.

BefundTreuhand & RechtAm stärksten betroffen
Telefonnummer nicht antippbar56,8 %Platz 3 von 11
Keine anklickbare E-Mail-Adresse45,9 %Platz 5 von 11
Keine Vorschau beim Teilen43,4 %Platz 1 von 11
Kein Beschreibungstext bei Google37,8 %Platz 2 von 11
Keine erkennbare Hauptüberschrift33,1 %Platz 2 von 11
Kein Inhaltsverzeichnis für Google31,1 %Platz 1 von 11

Treuhand und Recht steht bei zwei dieser vier Befunde an der Spitze aller elf Branchen: bei der ausbleibenden Vorschau mit 43,4 Prozent und beim Inhaltsverzeichnis mit 31,2 Prozent. Bei den beiden übrigen liegt die Branche knapp dahinter, hinter den Garagen mit 38,1 zu 37,9 Prozent beim Beschreibungstext und 33,5 zu 33,0 Prozent bei der Hauptüberschrift.

Bei den zwei Kontakt-Befunden ist die Branche nicht die auffälligste. Die am Handy nicht antippbare Telefonnummer kommt bei Fitness-Betrieben mit 67,4 Prozent und bei Coaches und Beratern mit 64,0 Prozent häufiger vor als hier mit 56,8 Prozent, bei der nicht anklickbaren E-Mail-Adresse liegen vier Branchen über den 45,9 Prozent von Treuhand und Recht.

Die Spannweite über alle elf Branchen reicht bei der Vorschau von 25,6 bis 43,4 Prozent, beim Beschreibungstext von 24,7 bis 38,1, bei der Hauptüberschrift von 21,9 bis 33,5 und beim Inhaltsverzeichnis von 19,3 bis 31,2 Prozent. Das untere Ende halten dreimal die Umzugsfirmen, beim Inhaltsverzeichnis die Fitness-Betriebe. Warum eine Branche vorne und eine hinten liegt, sagt diese Messung nicht: Sie zählt Befunde, sie erklärt sie nicht.

Diese Messung gehört zu einer Reihe über elf Branchen der Ostschweiz. Den Blick über alle Branchen zusammen gibt KMU-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler. Am anderen Ende des Feldes stehen Fitnessstudio-Websites Ostschweiz und Umzugsfirmen-Websites Ostschweiz.

So prüfen Sie Ihre eigene Website in vier Schritten

737 von 1'699 Startseiten, 43,4 Prozent: das ist die Zahl dieser Messung. Über ein einzelnes Büro sagt sie nichts. Die Gegenprobe dauert zwei Minuten und braucht das eigene Handy, nicht den Rechner im Büro.

  1. Die eigene Adresse per Chat an sich selbst schicken. Erscheint eine Karte mit Bild, Name und Satz, oder nur die nackte Adresse?
  2. Den eigenen Firmennamen googeln und die zwei Zeilen unter dem blauen Titel lesen. Stammt der Satz aus dem Büro oder von einer Maschine?
  3. Auf die Telefonnummer der eigenen Startseite tippen. Startet der Anruf, oder passiert nichts?
  4. Dasselbe mit der E-Mail-Adresse. Öffnet sich das Mailprogramm?

Fällt Schritt 1 oder 2 durch, fehlt eine Angabe im Kopf der Seite: die Vorlage für die Vorschau-Karte im einen Fall, der eigene Beschreibungstext im anderen. Beides wird einmal hinterlegt und gilt danach für jeden Link, den jemand weiterschickt.

Passiert bei Schritt 3 oder 4 nichts, sind Nummer und Adresse als blosser Text hinterlegt statt als Verweis, den das Gerät ausführen kann. In den gängigen Redaktionssystemen ist das eine Einstellung am Kontakt-Block, keine Baustelle. Was eine vollständige Prüfung darüber hinaus abdeckt, steht in Was gehört in ein SEO-Audit? Die vier Bereiche, was sie in der Schweiz kostet in Was kostet ein SEO-Audit in der Schweiz?.

Wann diese Zahlen kein Problem sind

Erstens beim Büro mit vollem Mandatsvolumen, das seit Jahrzehnten über Kollegenkreis, Hausbank und Notar wächst. Dort entscheidet die Startseite nichts, weil sie in keiner Auswahl vorkommt.

Zweitens bei der Kanzlei, die ausschliesslich Firmenmandate aus laufenden Verträgen betreut. Wer nie neben drei anderen Namen in einer Liste liegt, wird auch nie danach sortiert.

Drittens, und das betrifft den Kernbefund selbst: Wird die eigene Adresse nie weitergeschickt, richtet die ausbleibende Vorschau nichts an. Sie wird erst sichtbar, sobald jemand den Link in einen Chat oder eine Mail legt.

SEO für Anwälte und Treuhänder beginnt bei dem, was sich prüfen lässt

Auf 737 von 1'699 gemessenen Startseiten aus Treuhand und Recht in der Ostschweiz entsteht beim Teilen keine Vorschau, und in keiner der zehn anderen Branchen ist dieser Anteil höher. Was hier erhoben wurde, ist Hygiene: fünfzehn Prüfpunkte, die im ausgelieferten HTML stehen oder eben nicht. Ob sie sich auf die Platzierung bei Google auswirken, sagt diese Messung nicht.

Ein Teil dieser fünfzehn Prüfpunkte sind Angaben im Kopf der Seite, andere sitzen tiefer: das Sicherheitszertifikat, die Domain selbst, die Links in der Navigation, die Datei mit dem Inhaltsverzeichnis. Wer als Anwalt oder Treuhänder eine Website erstellen lässt, schreibt die Prüfpunkte am besten in den Auftrag: Vorschau beim Teilen, eigener Beschreibungstext, eine im HTML ausgezeichnete Hauptüberschrift. Beim Webdesign für eine Anwaltskanzlei ist das kein Zusatz, sondern Teil des Handwerks. Gemessen und ausgewertet im August 2026 von Esteban Martin, Seonar.

SEO für Anwälte: was diese Messung zeigt und was nicht

Ausgewertet ist hier eine Branche aus einer Messung über elf: Treuhand und Recht in der Ostschweiz, 1'998 abgerufene Web-Adressen, 1'699 erreichbare Startseiten, August 2026. Die Liste führt Treuhandbüros und Anwaltskanzleien der Region zusammen, grösstes Zentrum ist St. Gallen.

Erhoben wurde je Betrieb die Startseite, automatisiert: Ein Programm ruft die Adresse ab und prüft das ausgelieferte HTML, also den Bauplan, den der Browser bekommt, bevor er die Seite anzeigt. Keine dieser 1'699 Seiten hat ein Mensch von Hand angeschaut. Google fragt in der eigenen Checkliste für hilfreiche Inhalte ausdrücklich danach, ob ein Text offenlegt, wie Automatisierung an ihm beteiligt war (Creating helpful, reliable, people-first content).

296 der 1'998 Adressen lieferten keine auswertbare Startseite: 116 sperrten den automatischen Zugriff aus, 92 hatten kein funktionierendes Sicherheitszertifikat, 67 Domains antworteten gar nicht mehr, 22 lieferten einen Fehler. Inhalts-Befunde beziehen sich deshalb auf die 1'699 erreichbaren Startseiten, Erreichbarkeits-Befunde auf alle 1'998 Adressen. Die Betriebsliste stammt aus Google-Unternehmensprofilen, ist also keine zufällige Auswahl: Wer dort keinen Eintrag führt, fehlt in diesen 1'998 Adressen, und in welche Richtung das verschiebt, ist offen. Und weil keine Kontrollgruppe ausserhalb der Region erhoben wurde, ist ein Vergleich Ostschweiz gegen den Rest der Schweiz nicht möglich.

Was diese Messung nicht sehen kann, steht gebündelt hier: Ladezeit, Platzierungen bei Google, Verweise anderer Websites und die Qualität der Texte wurden nicht erhoben, geprüft wurde die Startseite und nicht das übrige Angebot. Jede Zahl in diesem Text ist eine Quote fehlender Angaben im Seitencode, keine Quote verlorener Mandate. Ob ein Büro in den Antworten von KI-Systemen vorkommt, ist ein anderes Verfahren (Kommt meine Website bei ChatGPT vor? So testen Sie es).

Offenlegung im Klartext: Seonar verkauft Website-Prüfungen und SEO-Audits. Das hier ist keine neutrale Forschung, sondern die Arbeitsgrundlage eines Anbieters, der solche Befunde beruflich sucht.

Wo Ihre eigene Startseite in dieser Messung steht, klärt eine Prüfung mit denselben fünfzehn Prüfpunkten.

Website prüfen lassen

Von Google gefunden. Von KI zitiert.

Web-Adresse per Mail genügt. Die Vorschau ist gratis, der erste Blick ehrlich. Oder direkt: +41 77 486 86 36