Reinigungsfirmen-Websites Ostschweiz: häufigste Fehler

Reinigungsfirmen-Websites Ostschweiz: häufigste Fehler

Auf 316 von 796 erreichbaren Startseiten von Reinigungsbetrieben in der Ostschweiz lässt sich die Telefonnummer am Handy nicht antippen, das sind 39,7 Prozent, gemessen im August 2026. Die Erhebung dahinter umfasst 24'328 Schweizer Firmen-Websites aus elf Branchen, 963 davon aus der Reinigung. Sie stellt dem Webdesign in der Ostschweiz eine einzige Frage: kommt ein Interessent von der Startseite bis zur Anfrage, oder bricht der Weg vorher ab.

Die Kernbefunde

  • Auf 316 von 796 erreichbaren Startseiten (39,7 Prozent) startet ein Tippen auf die Telefonnummer keinen Anruf.
  • Auf 276 von 796 Startseiten (34,7 Prozent) fehlt eine anklickbare E-Mail-Adresse, also der schriftliche Ausweichweg.
  • 167 der 963 geprüften Web-Adressen lieferten überhaupt keine auswertbare Startseite, 68 davon antworten gar nicht mehr.
  • Die Reinigungsbranche liegt bei allen sechs vergleichbaren Befunden unter dem Schnitt der elf gemessenen Branchen.
Eigene Messung, 963 Web-Adressen von Reinigungsbetrieben in der Ostschweiz, August 2026.

Gemessen hat Seonar: ein Programm rief im August 2026 jede der 963 Web-Adressen ab und prüfte fünfzehn feste Merkmale; wie das genau lief und was die Messung ausdrücklich nicht zeigt, steht unten in einem eigenen Abschnitt.

Befund 1: Auf 316 von 796 Startseiten startet ein Tippen auf die Nummer keinen Anruf

Zu einem Anruf wird eine Telefonnummer auf dem Handy erst, wenn sie im Quelltext als Telefon-Verweis ausgezeichnet ist (RFC 3966: The tel URI for Telephone Numbers). Steht sie nur als Zahlenreihe da, passiert beim Tippen nichts.

39,7 %

Startseiten ohne Anruf-Verweis

Ein Tippen auf die Telefonnummer startet dort keinen Anruf.

Eigene Messung von Seonar, August 2026. Bezugsmenge: 796 erreichbare Startseiten.

Das trifft diese Branche härter als andere. Ein fixer Preis für eine Reinigung lässt sich vorab kaum nennen, und das ist kein Versäumnis: er hängt an den Quadratmetern, am Zustand, am Termin und daran, ob die Fenster dazugehören. Die Startseite verkauft deshalb keinen Preis, sie verkauft den kurzen Weg zur Frage nach dem Preis. Auf 316 Startseiten ist dieser Weg unterbrochen.

Für den Interessenten heisst das vier Handgriffe statt einem: Nummer merken, Seite verlassen, Tastenfeld öffnen, Nummer eintippen.

Befund 2: Auf 276 von 796 Startseiten fehlt auch der schriftliche Weg

Wer nicht anrufen kann, schreibt. Dieser Ausweg trägt in der Branche nur bedingt: auf 276 der 796 erreichbaren Startseiten steht keine anklickbare E-Mail-Adresse, das sind 34,7 Prozent. Anklickbar heisst hier, dass ein Tippen das Mail-Fenster mit bereits eingetragener Empfängeradresse öffnet, statt dass der Interessent sie abschreiben muss.

Addieren lassen sich die beiden Befunde nicht. Sie sind einzeln gezählt, und wie viele Startseiten beide Wege gleichzeitig verschliessen, weist die Messung nicht aus.

Dazu kommt der Takt dieser Branche. Eine Umzugsreinigung hängt an einem Übergabetermin, und dieser Termin verschiebt sich nicht, weil eine Firma erst am Dienstag zurückschreibt. Alle Wege führen zur selben Offerte, aber nur der Anruf klärt Fläche, Zustand und Termin in einem Gespräch. E-Mail und Kontaktformular kosten zusätzlich einen geschriebenen Text und die Wartezeit bis zur Antwort.

Befund 3: 167 der 963 Web-Adressen liefern gar keine Startseite

Bevor eine Seite Fehler haben kann, muss sie erscheinen. Bei 167 der 963 hinterlegten Adressen war schon das nicht der Fall. 68 Domains antworten gar nicht mehr, das sind 7,1 Prozent aller geprüften Adressen. Domain heisst dabei nichts anderes als die Web-Adresse selbst, der Name, unter dem eine Website erreichbar ist: der Eintrag im Google-Profil zeigt also auf eine Adresse, die ins Leere führt. 20 Startseiten lieferten einen Fehler statt einer Seite, und 14 hatten kein funktionierendes Sicherheitszertifikat, weshalb der Browser vor dem Öffnen warnt.

Bei diesen 102 Adressen sieht auch ein Mensch nichts. Die übrigen 65 sperrten den maschinellen Abruf aus.

Die vollständige Auswertung zeigt fünfzehn Befunde, nicht drei

Sechs Zeilen der Tabelle brauchen vorab eine Übersetzung. Die Vorschau beim Teilen ist das kleine Bild mit Titel, das erscheint, wenn jemand den Link in WhatsApp oder LinkedIn einfügt; fehlt sie, steht dort nur die nackte Adresse. Der Beschreibungstext im Google-Ergebnis sind die zwei Zeilen unter dem blauen Link in der Trefferliste, und wer sie nicht selbst schreibt, überlässt Google die Auswahl. Die Hauptüberschrift ist die grösste Zeile ganz oben auf der Seite, die in einem Satz sagt, worum es geht. Das Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen ist eine Liste aller Unterseiten, die Suchmaschinen abholen können, statt sich durch die Navigation zu klicken. Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite heisst, dass eine verschlüsselt ausgelieferte Seite einzelne Bestandteile wie Bilder oder Schriften unverschlüsselt nachlädt, die Verschlüsselung also nicht durchgehend ist. Und für Google gesperrt heisst, dass die Startseite im eigenen Quelltext die Anweisung trägt, nicht in den Suchindex aufgenommen zu werden; Google beschreibt diese Anweisung in der eigenen Dokumentation als den Weg, eine Seite aus den Suchergebnissen herauszuhalten (Indexierung mit noindex blockieren).

DIE SECHS HÄUFIGSTEN BEFUNDETelefonnummer nicht antippbar39,7 %Keine anklickbare E-Mail-Adresse34,7 %Keine Vorschau beim Teilen33,7 %Kein Beschreibungstext bei Google31,7 %Keine erkennbare Hauptüberschrift28,1 %Kein Inhaltsverzeichnis für Google20,6 %Basis: 796 erreichbare Startseiten von 963 geprüften Web-Adressen
Auswahl nach Häufigkeit: die 6 häufigsten der 15 gemessenen Merkmale. Alle 15 stehen in der Tabelle darunter. Eigene Messung von Seonar, August 2026.
BefundAnzahlBezugsmengeQuote
Telefonnummer lässt sich am Handy nicht antippen316796 erreichbare39,7 %
Keine anklickbare E-Mail-Adresse276796 erreichbare34,7 %
Beim Teilen erscheint keine Vorschau268796 erreichbare33,7 %
Kein eigener Beschreibungstext im Google-Ergebnis252796 erreichbare31,7 %
Keine erkennbare Hauptüberschrift224796 erreichbare28,1 %
Kein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen164796 erreichbare20,6 %
Kein Symbol im Browser-Tab122796 erreichbare15,3 %
Die Domain antwortet gar nicht mehr68963 geprüfte7,1 %
Tote Links in der Navigation65796 erreichbare8,2 %
Unsichere Inhalte auf einer sicheren Seite33796 erreichbare4,1 %
Nicht für Mobilgeräte gebaut32796 erreichbare4,0 %
Die Startseite liefert einen Fehler20963 geprüfte2,1 %
Kein funktionierendes Sicherheitszertifikat14963 geprüfte1,5 %
Kein Seitentitel11796 erreichbare1,4 %
Die Startseite ist für Google gesperrt5796 erreichbare0,6 %

Das heisst: die Tabelle ordnet nach Häufigkeit, nicht nach Wichtigkeit. Ein seltener Befund kann für einen einzelnen Betrieb schwerer wiegen als ein häufiger. Die fünf Startseiten mit der Sperr-Anweisung sind der seltenste Befund der Messung und zugleich der einzige, bei dem eine Seite die Suchmaschinen im eigenen Quelltext ausdrücklich abweist.

Im Branchen-Vergleich steht die Reinigung besser da als acht der zehn anderen Branchen

Die rechte Spalte sagt, auf welchem Platz die Reinigung beim jeweiligen Befund unter den elf Branchen steht: Platz 1 heisst am häufigsten betroffen, Platz 11 am seltensten.

BefundReinigungAm stärksten betroffen
Telefonnummer nicht antippbar39,7 %Platz 9 von 11
Keine anklickbare E-Mail-Adresse34,7 %Platz 10 von 11
Keine Vorschau beim Teilen33,7 %Platz 7 von 11
Kein Beschreibungstext bei Google31,7 %Platz 7 von 11
Keine erkennbare Hauptüberschrift28,1 %Platz 9 von 11
Kein Inhaltsverzeichnis für Google20,6 %Platz 9 von 11

Das heisst: beim antippbaren Anruf steht die Reinigung besser da als acht der zehn anderen Branchen. Über alle 20'096 erreichbaren Startseiten hinweg fehlt dieser Anruf-Link auf 9'844, also auf 49,0 Prozent. Die Spannweite reicht von 29,8 Prozent im Umzugsgewerbe bis 67,4 Prozent im Fitness-Bereich, und die 39,7 Prozent der Reinigung sind der drittniedrigste Wert von elf.

Dasselbe Bild bei den übrigen fünf Vergleichs-Befunden: keine anklickbare E-Mail-Adresse 34,7 gegen 44,3 Prozent, keine Vorschau beim Teilen 33,7 gegen 36,3, kein eigener Beschreibungstext 31,7 gegen 33,2, keine erkennbare Hauptüberschrift 28,1 gegen 30,1, kein Inhaltsverzeichnis 20,6 gegen 24,9. Die Reinigungsbranche liegt bei allen sechs vergleichbaren Befunden unter dem Gesamtschnitt. Beim schriftlichen Weg ist der Abstand am deutlichsten: 34,7 Prozent ist der zweitniedrigste Wert der elf Branchen, nur das Umzugsgewerbe liegt mit 34,2 Prozent knapp darunter, während der höchste Wert bei 53,0 Prozent liegt.

Ein Vergleich, den diese Erhebung nicht hergibt, ist Ostschweiz gegen den Rest der Schweiz. Zehn der elf Branchen stammen aus demselben Raum, die Elektiv-Medizin ist als einzige national erhoben und damit nicht ortsgleich mit den übrigen zehn. Wer ihre 33,4 Prozent gegen die 39,7 Prozent der Reinigung hält, vergleicht deshalb zwei verschiedene Räume und nicht nur zwei Branchen. Der belastbare Schnitt bleibt Branche gegen Branche innerhalb der Ostschweiz, und dort ist der beste Wert der Messung trotzdem kein guter: 39,7 Prozent heisst, dass an vier von zehn Startseiten der kürzeste Weg zur Anfrage fehlt.

Diese Messung gehört zu einer Reihe über elf Branchen der Ostschweiz. Den Blick über alle Branchen zusammen gibt KMU-Websites Ostschweiz: die häufigsten Fehler. Am anderen Ende des Feldes stehen Fitnessstudio-Websites Ostschweiz und Umzugsfirmen-Websites Ostschweiz.

So prüfen Sie Ihre eigene Website in vier Schritten

316 von 796 Startseiten, 39,7 Prozent: das ist die Zahl dieser Messung. Über einen einzelnen Betrieb sagt sie nichts. Die Gegenprobe dauert zwei Minuten und braucht das eigene Handy, nicht den Rechner im Büro.

  1. Die eigene Startseite am Handy öffnen, im Mobilfunknetz und nicht im WLAN.
  2. Auf die Telefonnummer tippen. Startet der Anruf, oder passiert nichts?
  3. Dasselbe mit der E-Mail-Adresse. Öffnet sich das Mail-Fenster mit schon eingetragener Empfängeradresse?
  4. Die Adresse antippen, die im eigenen Google-Unternehmensprofil hinterlegt ist. Erscheint dieselbe Startseite, oder kommt eine Fehlermeldung, eine Warnung des Browsers oder gar nichts?

Passiert bei Schritt 2 oder 3 nichts, fehlt der hinterlegte Verweis. Das ist in den gängigen Redaktionssystemen eine Einstellung, keine Baustelle: Nummer und Adresse werden als Verweis hinterlegt statt als Text.

Fällt Schritt 4 durch, führt der eigene Google-Eintrag ins Leere, und das ist der teurere Fall: dort steht die Adresse, über die Interessenten die Firma zuerst suchen. Ob so eine Korrektur im eigenen Haus erledigt oder besser abgegeben wird, ist die zweite Frage (SEO selbst machen oder abgeben: die Entscheidung). Was eine vollständige Prüfung darüber hinaus abdeckt, steht in Was gehört in ein SEO-Audit? Die vier Bereiche, und was sie in der Schweiz kostet, in Was kostet ein SEO-Audit in der Schweiz?.

Wann das kein Problem ist

Drei Fälle, in denen der Befund für einen Betrieb nicht zählt.

Erstens: das Vertragsgeschäft. Wer Unterhaltsreinigung im Abo für Verwaltungen und Firmenkunden macht, gewinnt seine Aufträge über Ausschreibungen, Offertrunden und bestehende Verträge. Der Erstkontakt läuft dort nicht über die Startseite, sondern über eine Einladung zur Offerte. Für diese Betriebe ist ein fehlender Anruf-Link eine Schönheitsfrage.

Zweitens: die Anfragen kommen über den Google-Eintrag. Wer «reinigungsfirma st. gallen» sucht, sieht das Unternehmensprofil in den Suchergebnissen und kann von dort aus anrufen, ohne die Website zu öffnen. Wie viele Anrufe diesen Weg nehmen, ist hier nicht erhoben, und die Messung widerlegt diesen Einwand nicht. Lokale Suchergebnisse beruhen nach Googles eigener Darstellung hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit (Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern). Ob ein antippbarer Verweis auf der eigenen Seite die Platzierung beeinflusst, sagt diese Messung ebenfalls nicht: Platzierungen wurden nicht erhoben.

Drittens: die Auslastung. Ein Betrieb, der mehr Anfragen hat als Termine, verliert an einer verstellten Kontaktzeile nichts, was er annehmen könnte. Ob der fehlende Weg ins Gewicht fällt, hängt daran, wie die Anfragen tatsächlich hereinkommen. Das weiss der Inhaber, die Messung nicht.

Webdesign in der Ostschweiz: was diese Messung zeigt und was nicht

Gemessen wurden 24'328 Web-Adressen von Betrieben aus elf Branchen, 20'096 davon lieferten eine erreichbare Startseite. Auf die Reinigung entfallen 963 Adressen und 796 erreichbare Startseiten. Abgerufen wurde im August 2026 je Betrieb die Startseite, maschinell; ausgewertet wurde das ausgelieferte HTML. Google verlangt in der eigenen Checkliste für hilfreiche Inhalte ausdrücklich Auskunft darüber, ob und wie ein Text maschinell entstanden ist (Creating helpful content); für eine maschinelle Messung gilt dasselbe.

Die Adressen stammen aus den Google-Unternehmensprofilen der Region, erhoben im Juli 2026 über die Profil-Kategorien der Branche. Ein Reinigungsbetrieb ohne Google-Eintrag taucht in dieser Grundgesamtheit gar nicht auf; in welche Richtung das die Quoten verschiebt, ist offen. Ostschweiz heisst hier: gesucht wurde im Umkreis von Stadt-Ankern in St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Schaffhausen, Glarus, Graubünden, Schwyz und Zürich, mit St. Gallen als Schwerpunkt.

167 der 963 Adressen lieferten keine auswertbare Seite: 68 antworteten gar nicht mehr, 65 sperrten den automatischen Abruf aus, 20 lieferten einen Fehler und 14 hatten kein funktionierendes Sicherheitszertifikat. Alle Inhalts-Befunde beziehen sich deshalb auf die 796 erreichbaren Startseiten, die Erreichbarkeits-Befunde auf alle 963 Adressen.

Was diese Messung nicht sieht, gehört zum Befund: keine Ladezeit, keine Platzierung bei Google, keine Verweise von anderen Websites, kein Urteil über die Texte und nichts darüber, auf welchem Weg Interessenten tatsächlich Kontakt aufnehmen. Ein sauberes Ergebnis heisst also nicht, dass die Seite gut ist, sondern nur, dass diese fünfzehn Prüfpunkte sassen. Jede Zahl in diesem Text ist eine Quote fehlender Kontaktwege, keine Quote verlorener Aufträge. Ob eine Reinigungsfirma in den Antworten von KI-Systemen vorkommt, ist eine andere Frage und ein anderes Verfahren (Kommt meine Website bei ChatGPT vor? So testen Sie es).

Dazu die Offenlegung: Seonar verkauft SEO-Audits und hat ein kommerzielles Interesse daran, dass Betriebe ihre Website prüfen lassen. Erhoben und ausgewertet hat diese Messung Esteban Martin, der Seonar betreibt. Stand August 2026.

Was eine solche Messung an der eigenen Website findet, zeigt eine anonymisierte Beispiel-Vorschau.

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Von Google gefunden. Von KI zitiert.

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